Java 7 unter Debian (Squeeze) installieren

Publiziert am Mittwoch, dem 4. April 2012 um 17:38 Uhr.

Wie ich kürzlich erfahren habe, soll Java 7 im Gegensatz zu Java 6 weniger Arbeitsspeicher verbrauchen. Besonders beim Betreiben eines Minecraft-Servers ist man doch stets darauf bedacht die Performance so hoch – jedoch den Speicherverbrauch so niedrig wie möglich zu halten. Im Folgenden möchte ich kurz zeigen, wie man unter Debian auf Java 7 “updatet”. Dies ist allerdings mit bisschen manuellem Werkeln verbunden – wer sich Arbeit sparen möchte, installiert einfach die Java 6 Pakete von Sun/Oracle oder OpenJDK via apt-get install. Alle anderen sprren jetzt die Augen auf und öffnen ihre Konsole! :D

Der erste Schritt sieht so aus, dass wir uns die aktuellste Version von Java 7 herunterladen. Zum heutigen Zeitpunkt ist die höchste Java 7 Version die, die mit dem Zusatz “Update 3″ versehen ist. Je nachdem wann das Howto studiert wird, kann sich dieser Part ändern. Allgemein ist es sinnvoll einfach immer die aktuellste Version zu verwenden und (weil sich Bezeichnungen und Dateinamen auch ändern) das Howto nicht nur mit Augen und Fingern durchzuführen, sondern auch ein bisschen das Hirn arbeiten zu lassen – Copy&Paste kann jeder – mitdenken ist schon komplizierter.

Schritt 1: Download, Entpackungsvorgang & Verschieben

Beim Download unter der Java 7 Seite von Oracle ist darauf zu achten, dass wir uns für den normalen Betrieb nur das JRE, also das “Java Runtime Environment” (zu deutsch: Java Laufzeitumgebung) herunterladen, nicht jedoch das JDK “Java Development Kit” (zu deutsch: Java Entwicklungs Ausrüstung). Im Falle von Debian laden wir uns also Java 7 in der aktuellsten Version und als JRE herunter.

Nach einem Klick auf den entsprechenden, nicht zu verfehlenden Button muss man noch die Lizenzvereinbarung bestätigen und die Version auswählen. Mit einem RPM können wir unter Debian nich tviel anfangen, weshalb wir uns das normale tar-gz-Archiv herunterladen. Nun kommt ein kleiner Trick zum Einsatz. Theoretisch müssten wir unsere Datei erst auf den lokalen Rechner (im Browser) herunterladen und dann auf den Server ziehen, da Oracle so nett war und es uns nicht möglich macht das ARchiv über einen Direktlink via wget herunter zu laden.

Der Trick besteht nun darin, an einen Direktlink zu kommen, obwohl dieser offiziell nicht verfügbar ist.

Dazu einfach den Download auf den lokalen PC starten und gleich wieder abbrechen. Im Firefox genügt dann im Download-Fenster ein Rechtsklick auf den Download und ein Linksklick auf “Copy Download Link” – nun ist der Direktlink in eurer Zwischenablage befindlich und kann in der Konsole eingefügt werden.

Mittels wget wird nun gedownloadet:

wget http://download.oracle.com/otn-pub/java/jdk/7u3-b04/jre-7u3-linux-x64.tar.gz?AuthParam=13374223666_1dalold81e900xdc15

Nach dem Download, welcher wegen den knappen 30 MB recht schnell gehen sollte, haben wir jedoch ein weiteres Problem: Die Dateiendung stimmt nicht. Das beheben wir durch simples umbenennen:

mv jre-7u3-linux-x64.tar.gz?AuthParam=13374223666_1dalold81e900xdc15 jre-7u3-linux-x64.tar.gz

Anschließend lässt sich das Paket entpacken:

tar -xf jre-7u3-linux-x64.tar.gz

Nach diesem Vorgang finden wir ein neues Verzeichnis mit dem Namen:

jre1.7.0_03

Um nun eine gewisste Grundordnung beizubehalten wird der komplette Verzeichnis in /usr/lib64/jvm/ verschoben:

mv jre1.7.0_03 /usr/lib64/jvm/

Schritt 1 abgeschlossen. Jetzt wirds, was das abarbeiten angeht, dynamischer.

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Schritt 2: Befehl “java” neue Java-Version zuweisen (plus weiterführende Informationen)

In Schritt 2 müssen wir unserem System sagen, dass es anstatt von Java 6, für den Befehl “java”, Java 7 verwendet. Dies geschieht mit dem praktischen “update-alternatives”-Befehl.

Um Rechnerchen zu sagen, dass wir eine neue Java-Version in den Ordner verschoben haben geben wir ein:

update-alternatives --install /usr/bin/java java /usr/lib64/jvm/jre1.7.0_03/bin/java 1065
Nun dürfte der Rechner Wind davon bekommen haben, dass da eine neue Version ist.
Mittels folgendem Befehl/Programm können wir all unsere Versionen von java checken und ggf. auch ändern:
update-alternatives --config java
Die Ausgabe des Befehls sieht bei mir folgendermaßen aus:
Es gibt 3 Auswahlmöglichkeiten für die Alternative java (welche /usr/bin/java bereitstellen).
Auswahl      Pfad                                      Priorität Status
 ------------------------------------------------------------
 * 0            /usr/lib64/jvm/jre1.7.0_03/bin/java          1065      Auto-Modus
 1            /usr/lib64/jvm/java-6-openjdk/jre/bin/java   1061      manueller Modus
 2            /usr/lib64/jvm/java-6-sun/jre/bin/java       63        manueller Modus
 3            /usr/lib64/jvm/jre1.7.0_03/bin/java          1065      manueller Modus
Drücken Sie die Eingabetaste, um die aktuelle Wahl[*] beizubehalten,
 oder geben Sie die Auswahlnummer ein:
Eine weitere Möglichkeit, zu überprüfen welche Version wir nutzen:
java -showversion
Als  ich nach diesen Schritten den Minecraft-Server startete, war dieser in Bezug auf den Speicherverbrauch sehr viel sparsamer. Top.

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Apache Webserver Erstkonfiguration mit Webmin (plus Video)

Publiziert am Freitag, dem 30. März 2012 um 21:19 Uhr.

Im Debianforum wurde an mich die indirekte Bitte herangetragen, zu erklären wie man einen vHost beim Apache-Webserver mit Webmin erstellt. Grundsätzlich hätte ich erstmal bei Google geschaut ob ich etwas passendes finde. Allerdings bin ich nur auf uralte Tutorials gestoßen, darunter welche mit Apache 1.3, weshalb ich nun diesen Artikel verfasse. Und natürlich englische Tutorials, die aber nunmal nicht jeder versteht. Nochmal: Es geht um die Grundkonfiguration des Webservers – nicht mehr und nicht weniger. Ich werde als nur ganz kurz das erklären, was dazu notwendig ist einen vHost zu erstellen.

Vorarbeit: Debian installiert, Apache installiert, Webmin installiert (Original-dpkg von der Seite des Webmin-Projekts)

Schritt 1: Zur Apache-Abteilung klicken und vHost erstellen:

Von der Willkommens-Seite Webmins auf (Achtung bei mir englische Version verwendet!) “Servers” klicken und anschließend den Punkt “Apache Webserver” anwählen.

Daraus resultiert folgende Ansicht, welche alle vHosts zusammenfasst:

Dort den Punkt “Create virtual Host” (zu deutsch “Virtuellen Host/Gastgeber erstellen”) anwählen.

Es folgt eine Eingabemaske, welche diverse Daten des Administrators abfordert. Diese Daten sind unter folgender Grafik erklärt:

“Handle connections to adress”
- bestimmt, von welcher IP des Systems für den vHost genutzt wird
– in dieser Anleitung irrelevant

“Port”
- bestimmt, welcher Port verwendet werden so (z. B. um phpmyadmin auf einen anderen Port zu lesen als 80)
– in dieser Anleitung irrelevant, da 80 Standardeinstellung und 80 = Standard-HTTP-Port

“Document Root”
- bestimmt, aus welchem Verzeichnis des Servers die Daten für die Webseite genommen werden
– ein Verzeichnis eintragen, dass auf dem Server erstellt wurde und in das wir anschließend unsere PHP-, HTML-, Sonstwas-Daten verschieben können bzw. dies schon getan haben

“Server Name”
- bestimmt, unter welcher Domain die Webseite verfügbar ist
– unsere Domain eintragen, die wir zuvor bei einem Registrar angemeldet haben

“Add virtual server to file”
- bestimmt, zu welchem Verzeichnis die Konfiguration (welche Webmin automatisch schreibt) hinzugefügt werden soll
– in dieser Anleitung irrelevant, Standardeinstellung ist in Ordnung

“Copy directives from”
- ermöglicht, eine Kopie des ausgewählten Verzeichnisses zu erstellen (z. B. um vordefinierte Website-Templates einfach zu vervielfachen)
– in dieser Anleitung irrelevant

Schritt 2: Änderungen übernehmen (oder Apache-Webserver neu starten)

Um die zuvor vorgenommenen Änderungen im Server zu übernehmen, genügt ein einfacher klick auf “Apply changes”. Der Webserver macht dann einen Reload der Konfigurationen (er läd sie neu) und die Webseite ist wie gewünscht verfügbar. Andere eventuell auf dem Server befindliche Websites werden bei einem einfachen Reload weiterhin verfügbar sein.

Alternativ: Apache stoppen und starten – Änderungen werden wie oben beschrieben ebenfalls übernommen, jedoch sind alle Webseiten auf dem Server für wenige Sekunden nicht erreichbar.

Für die Analphabeten und die Faulen habe ich das Ganze noch als Video.

Okay, das war alles. Bei Fragen gerne einen Kommentar schreiben.

 

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Für Erzeugnisse, die ihren Preis wert sind, bin ich bereit zu zahlen (plus Lob über iTunes 10.6)

Publiziert am Freitag, dem 30. März 2012 um 17:02 Uhr.

Obgleich ich nur vom Einkommen eines mittelmäßigen Azubis lebe, bin ich doch bereit für preiswerte Musik und einen guten Service zu zahlen. So hinterlasse ich in privaten Bäckereien auch immer ein bisschen Trinkgeld, weil ich meine damit den guten Service (sofern er denn vorhanden war) zu bezahlen. Anders verhält sich das in Supermärkten oder Fastfood-Ketten (z. B. Subway). Dort hinterlasse ich in der Regel nicht mehr Geld als nötig, da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass die Verkäufer von dem Geld nichts haben und es einfach als “Plus” abrechnen müssen.

Hierzu noch eine kleine Geschichte aus meiner Zeit als VK bei einer Bäckerei-Kette: Kunde kommt, nimmt sich seinen Fraß, bezahlt, ich gebe Rückgeld, Kunde fragt “Dürfen Sie es behalten wenn ich Ihnen Trinkgeld gebe?”, ich antworte wahrheitsgemäß mit “Nein.”, Kunde steckt Geld ein und zischt ab. Er hat es richtig gemacht. :)

Und mit preiswerter Musik meine ich keinesfalls günstige Musik – sondern Musik, die in meinen Augen ihren Preis aufgrund der Wertigkeit verdient hat.
Warum ich plötzlich über Musik und guten Service quatsche?
Weil ich mir am Montag bei iTunes diverse Musikstücke gegen Bezahlung heruntergeladen habe. Viele werden mich dafür sicherlich hassen, aber es tut gut, für etwas Gutes auch zu bezahlen. Man kann das Gefühl nur schwer umschreiben – aber da ist etwas das entsteht, wenn man Sachen bezahlt. Es hat keine Verwandtschaft mit Dopaminschüben oder Ähnlichem, aber es ist schön. Es fühlt sich einfach gut an … so ein Hauch von Oberschicht.

Jedenfalls habe ich nach Monaten mal wieder Welle:Erdball gehört. Kurz bevor das Album “Der Kalte Krieg” herauskam, wechselte ich mal wieder meine Musikrichtung in den Bereich Trance und Hardtechno – so verpasste ich alles Weitere von Welle:Erdball Erschienene. Durch Youtube klickerte ich mal wieder bisschen in der Gegend rum und fand viele neue Tracks, die mir sehr gut gefielen. Darunter “Der Kalte Krieg”, der überarbeitete Track “Amerika” sowie der ebenfalls neu aufgelegte Track mit dem Namen “Starfighter F-104S”. Wunderschöne Melodien und durchdachter Text (wie natürlich auch die anderen Tracks).

Durch die “Ähnlichen Videos”, welche Youtube für gewöhnlich vorschlägt, bin ich dann zu “The Girl & The Robot” gekommen. Dieses Pärchen besteht zum einen aus Frl. Plastique (die schon viel für Welle:Erdball gesungen hat) und deadbeat (einem Kerl den ich nicht weiter kenne, der aber scheinbar gute Melodien erschaffen kann). Über iTunes habe ich mir dann Montag gegen um 6 schnell zwei Alben gekauft und heruntergeladen. Insgesamt habe ich 14 Euro bezahlt und konnte nach wenigen Augenblicken hören.
Das war auch das erste Mal, dass ich bei iTunes Musik gekauft habe. Und ich bin begeistert.

Weiteres Lob geht an den iTunes-Client für Windows. Am späten Nachmittag, als ich nach Hause kam, wollte ich (um meine Musiksammlung mit ein bisschen anderer Musik zu bestücken) zwei CDs von Schlaflos rippen und auf mein iPhone spielen. Seit iTunes 10.6 hat sich die Performance wirklich enorm gebessert. Musik ist im null Komma nichts in die Bibliothek eingefügt und auf das mobile Endgerät geschoben. Früher (also mit alten iTunes-Versionen) dauerte das gefühlte Stunden.
Teilweise ist der Client dennoch unbrauchbar – zum Beispiel zum simplen hören von CDs oder normaler Musik. Dafür ist er einfach zu lastig in Hinsicht auf Design und Umfang. Was, wie ich seit Lesen der Steve Jobs Biografie weiß, zum größten Teil dem unbändigen Design-Perfektionismus Jobs’ anzuhängen ist.

Ich bevorzuge zum einfachen hören von Streams noch immer den VLC-Player unter Linux als auch Windows. Im Gegensatz zu genanntem Hipster-Pionier mag ich minimale Programme bei denen möglichst wenig Wert auf Design gelegt wurde. Übertrieben antiästhetische Erzeugnisse, wie zum Beispiel Videos von HGich.t oder, um ein Softcore-Beispiel zu nennen, russische Autos.

Hiermit wollte ich nur einmal zeigen, dass es durchaus Leute gibt, die gewillt sind für Sachen, die ihren Preis wert sind, zu zahlen. Dementsprechend ist die These der ach so bösen “Kostenloskultur”, wie diverse Politiker (übrigens mein persönliches Unwort 2012, also “Kostenloskultur”, nicht “Politiker”, wobei das den Titel auch mal verdient hätte) sie bezeichnen,  hinfällig.

Alles andere als hinfällig ist nun folgender Comic, er zeigt die Gefahren die sich mir in der Gesellschaft auftun können, wenn ich öffentlich zugebe, dass ich Musik legal erwerbe:

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